EMDR - Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Traumatherapie zur Verarbeitung von Traumata oder Angstzuständen

Als staatlich geprüfte heilkundliche Psychotherapeutin kann ich Ihre persönliche Situation professionell beleuchten und einschätzen, ob eine therapeutische Behandlung sinnvoll ist. Als Fachheilpraktikerin Psychotherapie bin ich spezialisiert auf den Bereich der menschlichen Psyche. Diese Ausbildung zusammen mit meinem medizinischen Wissen und meiner Empathie für Menschen sensibilisiert mich für diese Arbeit. Ist die Diagnose dabei zunächst sehr belastend, kann ich soweit stabilisieren, um Sie wieder sicher entlassen zu können.

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, womit die Desensibilisierung und die Neu-Verarbeitung von erlebten Traumata durch Augenbewegungen gemeint ist. Der Verhaltenstherapeut Joseph Wolpe (Begründer der „Systematischen Desensibilisierung“, 1958) hat Francine Shapiro, Ph. D. (geb. 1941, US-amerikanische klinische Psychologin als auch Literaturwissenschaftlerin und Begründerin des EMDR) ganz wesentlich dabei unterstützt, EMDR in Fachkreisen der Psychotherapie bekannt zu machen.

Heute hat EMDR als therapeutischen Verfahren mit hohem Stellenwert in diesen Fachkreisen weltweite Anerkennung gefunden, der Nutzen für Klienten bei der Verarbeitung von verschiedensten Traumata und Angstzuständen ist inzwischen erwiesen.

Viele Menschen mit traumatischen Erfahrungen leiden unter körperlichen und/oder psychischen Symptomen, für die sie bisher keine Erklärung finden konnten. EMDR lindert nicht nur seelisches Leid, es hilft den Betroffenen auch zu verstehen, warum sie z.B. unter Angststörungen, depressiven Verhaltensweisen, Phobien oder psychosomatischen Beschwerden leiden.

Mithilfe dieser speziellen Technik der EMDR durch Augenbewegungen, die durch mich als Therapeutin angeleitet wird, werden Ängste und Panikgefühle weniger – sie werden desensibilisiert, sanft und angepasst an die Situation des Klienten. Dabei handelt es sich nicht um Hypnose, bei EMDR sind Sie die ganze Zeit ganz bewußt im Prozess  mit dabei und „anwesend“.

Wie EMDR sich ins Gedächtnis "einwählt"

Unter nicht traumatischen Bedingungen wird ein normales Geschehen im Alltag im Gehirn zeitlich und räumlich korrekt in den Gesamt-Zusammenhang eingebettet.

Im Gegensatz dazu kommt es bei einer Traumatisierung durch massive Ausschüttung von bestimmten Hormonen zu einer Fehlfunktion von Gehirnarealen. Aufgrund dieser Fehlfunktion wird die räumliche und zeitliche Erfassung des Geschehens im Gehirn massiv gestört.

Nur noch als Informationsfragmente wird der traumatische Hergang des Geschehens zusammenhanglos im Gehirn abgespeichert. Diese fragmentierten Gedächtnisinhalte werden in gewissen, unvorhersehbaren oder vorhersehbaren Situationen vom Gedächtnis abgerufen und treten als Trauma-Erinnerungen im Alltag plötzlich ans Licht.

Die Verarbeitung des Erlebten wird somit stark erschwert, was sich auf das gesamte Leben der Betroffenen und Angehörigen negativ auswirkt. Mit diesen Erkenntnissen wurde die EMDR entwickelt, um die noch einmal bewusst erlebte Situation neu und gleichzeitig sanft zu verarbeiten und danach aufzulösen.